Firmprojekt "Allein im Wald"

Firmprojekt "Männer alleine im Wald 2018"

Passend zur Jahreszahl waren 18 "Männer" bei der dritten Auflage des Firmprojektes des Katholischen Jugendreferats Schwäbisch Hall "Männer alleine im Wald" dabei.

9 Firmlinge ließen sich, unterstützt von jeweils einer erwachsenen, männlichen Begleitperson auf das Abenteuer ein, neue Erfahrungen zu machen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und die Beziehung zur Begleitperson (Vater oder Firmpate) zu stärken und sich dadurch gemeinsam auf den Erhalt des Sakraments der Firmung vorzubereiten. Ein Vater beschrieb es nach dem Abschluss des Projektes  folgendermaßen: "Eine intensive Erfahrung für Vater und Sohn die unsere Beziehung auf eine neue Ebene gebracht hat."

Los ging es am 19.05.2018 um 10:00 Uhr am Schützenhaus in Eckartshausen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erkundeten wir das Waldstück, das uns für das Projekt zur Verfügung gestellt wurde. Anschließend wurde Feuerholz gesammelt und die Firmlinge konnten gemeinsam mit ihrem Begleiter eine erste "Survival-Aufgabe" angehen - Feuermachen nur mit Feuerstahl und Naturmaterialien - welche auch alle Teilnehmer souverän lösten. Nachdem wir aus vielen kleinen Feuern unsere große Feuerstelle entzündet hatten, konnten wir gemeinsam zu Mittag essen.

Der Nachmittag startete dann mit einigen Gesprächsrunden zum Thema Firmung, Erwachsenwerden und Rituale zur Initiation.

Danach konnten sich die Teilnehmer in ihren Zweiergruppen wieder praktisch betätigen und sich an die nächste "Survival - Aufgabe" machen: Wie baue ich mir eine Unterkunft, wenn ich nur eine Plane, Seile und die sowieso herumliegenden Naturmaterialien zur Verfügung habe? Die von den Teilnehmern erstellten Unterkünfte wurden in der Gruppe begutachtet und analysiert. Mit diesem Wissen wurden die Zweiergruppen in den Wald entlassen, um einen Übernachtungsplatz zu suchen, an dem der Firmling ein entsprechendes Nachtlager errichten sollte um die Nacht alleine dort zu verbringen.

Danach ging es zum gemeinsamen Abendessen.

Nach weiteren Gesprächsrunden am Lagerfeuer wurden die Jugendlichen kurz vor der Dämmerung von den Erwachsenen verabschiedet und konnten sich auf den Weg zu ihrem Lagerplatz im Wald machen, an dem sie die Nacht bis zum morgendlichen Wecken alleine verbrachten. Mit dabei: Schlafsack, Isomatte, Lampe, Impulszettel und ein Tagebuch um ihre Gedanken und Erlebnisse während der Nacht zu notieren.

Am Lagerfeuer bereiteten die erwachsenen Teilnehmer sich auf den nächsten Morgen und  die Rückkunft der Firmlinge vor.

Am nächsten Morgen, nach der Ankunft der Firmlinge am Lagerplatz, war zunächst einmal ein "Schweigendes Frühstück" angesagt. "Die Schweigezeit fand ich sehr intensiv - zur Verdichtung der Erlebnisse - hat funktioniert", so ein Teilnehmer nach der Veranstaltung.

Danach gab es noch eine Gesprächsrunde zwischen Firmling und Begleitperson um die Erlebnisse und Erfahrungen der Nacht in einer intimen Zweierrunde zu besprechen, bevor wir wieder am Lagerfeuer zusammenkamen um diese Erlebnisse in der gesamten Gruppe zu teilen.

Zum Abschluss konnten die Firmlinge noch einen "Stellvertreter" für etwas, was sie in Zukunft in ihrem Leben verändern wollen feierlich den Flammen übergeben, bevor sie von ihrer Begleitperson noch einen persönlich verfassten Vater- bzw. Patensegen erhielten.

"Ich konnte Worte finden und loswerden, die ich oft überlegt hatte, aber selten so an meinen Sohn weitergegeben habe." "Ich habe das Verhältnis zu meinem Sohn sehr intensiv und emotional erlebt! Vor allem die Schlussphase war sehr intensiv!" so die Aussage einiger Väter.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen war das Projekt beendet und alle konnten (teilweise) übermüdet und glücklich nach Hause gehen.